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Boeing 777 für KLM erhält elektronischen Pilotenkoffer

Seattle, 18. November 2002 (bi) – Boeing wird die 777-Flotte der niederländischen Fluggesellschaft KLM mit so genannten "elektronischen Pilotenkoffern" ausrüsten. Der Electronic Flight Bag (EFB) stellt den Piloten alle für den Flug benötigten Dokumente undFormulare in digitaler Form auf Knopfdruck zur Verfügung: Navigationskarten, Betriebshandbücher und Logbücher. Integriert wurde auch eine Belade- und Schwerpunktberechnung, die eine schnelle Ermittlung der idealen Geschwindigkeiten und Triebwerksleistungen für den Start erlaubt.

KLM ist der Erstkunde für dieses revolutionäre Produkt. "Die Boeing 777 ist heute schon das fortschrittlichste Flugzeug. Der Electronic Flight Back wird uns helfen, unsere 777-Flotte noch wirtschaftlicher und zuverlässiger zu betreiben", sagte Flugkapitän Ype de Haan, Executive Vice President für den Flugbetrieb bei KLM.

Boeing Commercial Aviation Services wird die elektronischen Pilotenkoffer in alle zehn neue Boeing 777 einrüsten, die ab Oktober 2003 an KLM ausgeliefert werden. Darüber hinaus wird Boeing einen Nachrüstsatz anbieten, der dann auch für die vier bereits in der KLM-Flotte fliegenden 777 zur Verfügung steht.

Über alle Aspekte der Flugplanung hinaus verbessert der elektronische Pilotenkoffer durch Integration von Positionsbestimmung und Flughafenkarten auch die Sicherheit am Boden, indem er den Piloten die exakte Flugzeugposition auf dem Rollfeld anzeigt. Boeing erarbeit zur Zeit mit seinem Tochterunternehmen Jeppesen als Softwarelieferant und der Astronautics Corporation als Zulieferer für Elektronik und Bildschirmanzeige die ideale Konfiguration des Systems und die Einbindung in die Cockpitsysteme.

Der elektronische Pilotenkoffer ist der erste Schritt in die Zukunft der Crew-Informationsdienste. Boeing wird in Zukunft Anwendungen und Dienstleistungen anbieten, die alle Flugbetriebsdaten - in der Luft und am Boden - miteinander verbinden und sie für Piloten, Flugbegleiter, Mechaniker und weitere am Flugbetrieb beteiligten Nutzer verfügbar machen.


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