Aktuelle Meldungen zur 737

Mehrere Flugsicherheitsbehörden weltweit haben wie die U.S. Federal Aviation Administration (FAA) das Startverbot für die 737 im Bereich ihrer Zuständigkeit aufgehoben. Für die Wiederinbetriebnahme der 737 können Sicherheitsbehörden und Fluggesellschaften weiter auf unsere volle Unterstützung zählen.

Häufig gestellte Fragen finden Sie hier

Veränderungen an der 737 MAX

Dass die 737 MAX nun wieder sicher in Betrieb genommen werden kann, ist unter anderem auch der Mitwirkung zahlreicher Sicherheitsbehörden und anderer Luftverkehrsorganisationen in allen Teilen der Welt zu verdanken.

  • MCAS

    Diese Softwarefunktion ist vorgeschrieben, tritt aber nur bei ungewöhnlichen Fluglagen in Aktion. Sie verfügt nunmehr über zwei Sensoren, kann immer nur einmal auslösen und die Steuereingaben des Piloten nicht mehr aufheben.

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  • Weitere Veränderungen

    Weitere Maßnahmen betrafen Punkte ohne Bezug zu den Unfällen, darunter zwei Software-Updates und eine von der FAA geforderte Modifizierung der Verkabelung.

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  • Freigabe

    Die Aufsichtsbehörden bestimmten Ablauf, Zeitplan und Anforderungen des Freigabeverfahrens, das mehrere hunderttausend Arbeitsstunden und über tausend Test- und Prüfflüge beansprucht hat.

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Ausbildung der Piloten

Nach Auswertung der Rückmeldungen aus der weltweiten Luftfahrt hat die FAA unseren Konzept für die Ausbildung der Piloten validiert.

  • Boeings Konzept

    In Zusammenarbeit mit Piloten, Ingenieuren und Sicherheitsexperten hat Boeing einen umfassendes Konzept entwickelt, das vorsieht, dass die in der 737-8 und der 737-9 eingesetzten Piloten ein zusätzliches Training absolvieren, die technische Dokumentation gründlich überprüfen und ihr Wissen in einem von den Regulierungsbehörden zugelassenen Full-Motion-Flugsimulator demonstrieren.

  • Mitwirkung der Fluggesellschaften

    Piloten von über 80 Fluggesellschaften weltweit konnten die Verbesserungen in einem Vollflugsimulator aus erster Hand testen. Sie überprüften außerdem ihre Ausbildungsunterlagen und die technische Dokumentation. Letztlich aber müssen die Airlines ihren Ausbildungsansatz in direkter Zusammenarbeit mit den für sie zuständigen Behörden erarbeiten und dann von diesen genehmigen lassen.

  • Prüfung durch die Sicherheitsbehörden

    Manche Behörden haben bereits spezifische Ausbildungsanforderungen verabschiedet; andere prüfen weiter und werden für ihren Zuständigkeitsbereich ein eigenes, abschließendes Protokoll erarbeiten.

Wiederinbetriebnahme

Für Flugzeuge, die bereits in Dienst gestellt waren, wie auch diejenigen, die die Werkshallen erst nach dem Startverbot verließen, gibt es strenge Vorgaben für die (Wieder)Inbetriebnahme.

  • Vorbereitung der Flugzeuge

    Alle stillgelegten Maschinen müssen einem umfassenden Reaktivierungsprozess unterzogen werden, bevor sie wieder als einsatzbereit gelten können.

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    Inspektion der Flugzeuge

    Nach Abschluss der Vorbereitung erfolgt eine umfassende Inspektion gemäß robusten, von den Aufsichtsbehörden definierten Kriterien.

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  • Unterstützung der Fluggesellschaften

    Hand in Hand mit unseren Kunden haben wir für eine sichere Stilllegung der Flugzeuge gesorgt und unterstützen nun auch deren sichere Wiederinbetriebnahme.

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Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur sicheren Wiederinbetriebnahme der 737-8 und der 737-9.

Was ist MCAS?

MCAS steht für „Maneuvering Characteristics Augmentation System“, einen in neueren 737-Modellen installierten Fluglagekorrektor, der auch bei hohen Anstellwinkeln in bestimmten, ungewöhnlichen Fluglagen eine effiziente Steuerung der Maschine gewährleistet. MCAS löst bei den im zivilen Luftverkehr üblichen Fluglagen normalerweise nicht aus. Nach den von uns vorgenommenen Veränderungen wird mit größter Wahrscheinlichkeit kaum eine Besatzung je ein Auslösen dieses Systems erleben.

Was ist ein Anstellwinkel?

Der Anstellwinkel ist der Winkel zwischen der Flugzeugnase und der Richtung des anströmenden Winds.

Warum hat Boeing neuere 737-Modelle mit MCAS ausgestattet?

Die Flugsteuerungsregelung des „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) wurde für neuere 737-Modelle entwickelt und zugelassen, um eine effiziente Flugzeugführung auch in ungewöhnlichen Fluglagen zu gewährleisten.

Wann tritt das MCAS in Aktion?

Das „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) tritt sehr selten in Aktion – nämlich nur dann, wenn folgende drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

    • Der Anstellwinkel ist aufgrund sehr niedriger Geschwindigkeit oder aggressiven Flugstils ungewöhnlich groß.
    • Der Pilot steuert manuell.
    • Die Landeklappen sind eingefahren.

Wie wurden die Erkenntnisse aus den beiden Unfällen beim verbesserten Flugsteuerungssystem der neueren 737-Modelle berücksichtigt?

Wir haben die Art und Weise, wie die Flugsteuerungscomputer die von den Anstellwinkelsensoren (AOA) gelieferten Informationen verarbeiten, neu gestaltet.. Zur Erhöhung der Sicherheit vergleichen sie die von beiden AOA-Sensoren – und nicht mehr nur einem – übertragenen Informationen. Außerdem kann das „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) nur noch ein einziges Mal auslösen und somit auch nur noch Steuereingaben erzeugen, die der Pilot allein mit Hilfe des Steuerhorns ausgleichen kann. Der Pilot kann die Eingaben des MCAS weiterhin jederzeit aufheben.

Haben Sie noch weitere Veränderungen an der 737 MAX vorgenommen?

Ja. Im Zuge der Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme haben wir weitere Veränderungen vorgenommen. Die Sicherheitsbehörden haben diese Änderungen kürzlich in allen Einzelheiten bekanntgegeben. Dies gilt unter anderem für:

Verbesserung der Software der Flugsteuerungscomputer, um mehr gegenseitige Kontrolle zwischen ihnen zu ermöglichen.Änderung und stärkere Trennung bestimmter Verkabelungen, um die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen.

Wie werden die Piloten im Rahmen ihrer Ausbildung über diese Entwicklungen informiert?

Die Ausbildung umfasst nun eine Reihe computergestützter Module zum besseren Verständnis des Flugsteuerungssystems der 737, einschließlich des MCAS, sowie der entsprechenden Veränderungen an der Software. Die Piloten müssen dann in einem Vollflugsimulator anhand bestimmter Szenarien mit besonderem Augenmerk auf die entscheidenden Flugverfahren ihre Kenntnisse unter Beweis stellen. Die endgültigen Anforderungen werden jeweils von der zuständigen nationalen Behörde festgelegt.

Wie haben Sie auf die internen und externen Untersuchungen und Audits nach den beiden Unfällen reagiert?

Wir haben die Sicherheitskultur unseres Unternehmens weiterentwickelt. Unter anderem durch:

  • Bildung eines unmittelbar beim Vorstand angesiedelten permanenten Komitees für Sicherheit in der Luftfahrt sowie durch Umstrukturierung unseres Engineering-Bereichs; alle Ingenieure berichten künftig über den Chefingenieur an die Führung von Boeing.
  • Aufbau einer neuen Organisation für die Sicherheit von Produkten und Leistungen, die die eingehende Untersuchung aller Aspekte der Produktsicherheit gewährleistet und zugleich die Arbeit unseres Accident Investigation Teams und unserer mit Sicherheitsprüfungen befassten Gremien überwacht.
  • Formelle Verabschiedung eines „Design Requirement Program“ (Festlegung konstruktiver Anforderungen) und Verbesserung des „Continued Operational Safety Program“ (permanente Gewährleistung der Betriebssicherheit).
  • Ausbau der Partnerschaft mit Fluggesellschaften und weiteren Akteuren, um die Cockpit-Konzepte und die allgemeine Ausbildung frühzeitig den Bedürfnissen künftiger Pilotengenerationen anzupassen.

Wie viele neuere Modelle der 737 wurden bisher gebaut?

Von der 737-8 und 737-9 wurden insgesamt über 800 Exemplaren gebaut. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen sind noch nicht ausgeliefert. Die übrigen hat Boeing an Kunden übergeben. Sie sind bei zahlreichen Fluggesellschaften auf der ganzen Welt im Einsatz.

Unter welchen Voraussetzungen kann die 737 wieder in der Verkehrsluftfahrt eingesetzt werden?


Nach Aufhebung des Startverbots für die 737 durch die zuständigen Behörden wenden sich die Fluggesellschaften nun gemeinsam mit Boeing folgenden Aufgaben zu:

Ausbildung
  • Genehmigung der Ausbildungspläne der Airlines durch die Sicherheitsbehörden
  • Verpflichtung der Piloten zur Absolvierung der geforderten Ausbildungsmodule.

Flugzeuge

  • Bereits ausgelieferte Maschinen: Durchführung der behördlich geforderten, baulichen Veränderungen sowie aller Aktivierungen durch die Airlines.
  • Noch nicht ausgelieferte Maschinen: Einzelprüfung jeder Maschine durch die FAA und Ausstellung des Lufttüchtigkeitszeugnisses.

Wie arbeiten Sie mit den Flugsicherheitsbehörden weltweit zusammen?

Wir stehen weiterhin in engem Austausch mit internationalen Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt und versorgen sie mit den Informationen, die sie zur Evaluierung unserer Neuerungen an der 737 sowie der Pilotenausbildung benötigen.

Was ist MCAS?

MCAS steht für „Maneuvering Characteristics Augmentation System“, einen in neueren 737-Modellen installierten Fluglagekorrektor, der auch bei hohen Anstellwinkeln in bestimmten, ungewöhnlichen Fluglagen eine effiziente Steuerung der Maschine gewährleistet. MCAS löst bei den im zivilen Luftverkehr üblichen Fluglagen normalerweise nicht aus. Nach den von uns vorgenommenen Veränderungen wird mit größter Wahrscheinlichkeit kaum eine Besatzung je ein Auslösen dieses Systems erleben.

Was ist ein Anstellwinkel?

Der Anstellwinkel ist der Winkel zwischen der Flugzeugnase und der Richtung des anströmenden Winds.

Warum hat Boeing neuere 737-Modelle mit MCAS ausgestattet?

Die Flugsteuerungsregelung des „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) wurde für neuere 737-Modelle entwickelt und zugelassen, um eine effiziente Flugzeugführung auch in ungewöhnlichen Fluglagen zu gewährleisten.

Wann tritt das MCAS in Aktion?

Das „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) tritt sehr selten in Aktion – nämlich nur dann, wenn folgende drei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:

    • Der Anstellwinkel ist aufgrund sehr niedriger Geschwindigkeit oder aggressiven Flugstils ungewöhnlich groß.
    • Der Pilot steuert manuell.
    • Die Landeklappen sind eingefahren.

Wie wurden die Erkenntnisse aus den beiden Unfällen beim verbesserten Flugsteuerungssystem der neueren 737-Modelle berücksichtigt?

Wir haben die Art und Weise, wie die Flugsteuerungscomputer die von den Anstellwinkelsensoren (AOA) gelieferten Informationen verarbeiten, neu gestaltet.. Zur Erhöhung der Sicherheit vergleichen sie die von beiden AOA-Sensoren – und nicht mehr nur einem – übertragenen Informationen. Außerdem kann das „Maneuvering Characteristics Augmentation System“ (MCAS) nur noch ein einziges Mal auslösen und somit auch nur noch Steuereingaben erzeugen, die der Pilot allein mit Hilfe des Steuerhorns ausgleichen kann. Der Pilot kann die Eingaben des MCAS weiterhin jederzeit aufheben.

Haben Sie noch weitere Veränderungen an der 737 MAX vorgenommen?

Ja. Im Zuge der Vorbereitungen zur Wiederinbetriebnahme haben wir weitere Veränderungen vorgenommen. Die Sicherheitsbehörden haben diese Änderungen kürzlich in allen Einzelheiten bekanntgegeben. Dies gilt unter anderem für:

Verbesserung der Software der Flugsteuerungscomputer, um mehr gegenseitige Kontrolle zwischen ihnen zu ermöglichen.Änderung und stärkere Trennung bestimmter Verkabelungen, um die Anforderungen der Regulierungsbehörden zu erfüllen.

Wie werden die Piloten im Rahmen ihrer Ausbildung über diese Entwicklungen informiert?

Die Ausbildung umfasst nun eine Reihe computergestützter Module zum besseren Verständnis des Flugsteuerungssystems der 737, einschließlich des MCAS, sowie der entsprechenden Veränderungen an der Software. Die Piloten müssen dann in einem Vollflugsimulator anhand bestimmter Szenarien mit besonderem Augenmerk auf die entscheidenden Flugverfahren ihre Kenntnisse unter Beweis stellen. Die endgültigen Anforderungen werden jeweils von der zuständigen nationalen Behörde festgelegt.

Wie haben Sie auf die internen und externen Untersuchungen und Audits nach den beiden Unfällen reagiert?

Wir haben die Sicherheitskultur unseres Unternehmens weiterentwickelt. Unter anderem durch:

  • Bildung eines unmittelbar beim Vorstand angesiedelten permanenten Komitees für Sicherheit in der Luftfahrt sowie durch Umstrukturierung unseres Engineering-Bereichs; alle Ingenieure berichten künftig über den Chefingenieur an die Führung von Boeing.
  • Aufbau einer neuen Organisation für die Sicherheit von Produkten und Leistungen, die die eingehende Untersuchung aller Aspekte der Produktsicherheit gewährleistet und zugleich die Arbeit unseres Accident Investigation Teams und unserer mit Sicherheitsprüfungen befassten Gremien überwacht.
  • Formelle Verabschiedung eines „Design Requirement Program“ (Festlegung konstruktiver Anforderungen) und Verbesserung des „Continued Operational Safety Program“ (permanente Gewährleistung der Betriebssicherheit).
  • Ausbau der Partnerschaft mit Fluggesellschaften und weiteren Akteuren, um die Cockpit-Konzepte und die allgemeine Ausbildung frühzeitig den Bedürfnissen künftiger Pilotengenerationen anzupassen.

Wie viele neuere Modelle der 737 wurden bisher gebaut?

Von der 737-8 und 737-9 wurden insgesamt über 800 Exemplaren gebaut. Etwas mehr als die Hälfte von ihnen sind noch nicht ausgeliefert. Die übrigen hat Boeing an Kunden übergeben. Sie sind bei zahlreichen Fluggesellschaften auf der ganzen Welt im Einsatz.

Unter welchen Voraussetzungen kann die 737 wieder in der Verkehrsluftfahrt eingesetzt werden?


Nach Aufhebung des Startverbots für die 737 durch die zuständigen Behörden wenden sich die Fluggesellschaften nun gemeinsam mit Boeing folgenden Aufgaben zu:

Ausbildung
  • Genehmigung der Ausbildungspläne der Airlines durch die Sicherheitsbehörden
  • Verpflichtung der Piloten zur Absolvierung der geforderten Ausbildungsmodule.

Flugzeuge

  • Bereits ausgelieferte Maschinen: Durchführung der behördlich geforderten, baulichen Veränderungen sowie aller Aktivierungen durch die Airlines.
  • Noch nicht ausgelieferte Maschinen: Einzelprüfung jeder Maschine durch die FAA und Ausstellung des Lufttüchtigkeitszeugnisses.

Wie arbeiten Sie mit den Flugsicherheitsbehörden weltweit zusammen?

Wir stehen weiterhin in engem Austausch mit internationalen Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt und versorgen sie mit den Informationen, die sie zur Evaluierung unserer Neuerungen an der 737 sowie der Pilotenausbildung benötigen.